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Werkstattbericht III: Das Cover steht — und das Buch ist angemeldet

  • 23. Juli
  • 4 Min. Lesezeit

Vor einigen Wochen habe ich hier geschrieben, dass das Lektorat abgeschlossen war und wir noch mitten in der Suche nach dem richtigen Titel steckten. Heute kann ich erzählen, wie es weitergegangen ist. Ein dritter Werkstattbericht aus der Endphase eines Buchprojekts.

Zwei Dinge sind seither geschehen, die alles greifbar gemacht haben.


Das Cover steht

Als das finale Cover das erste Mal auf meinem Bildschirm lag: Gänsehaut pur.

Ein Cover ist keine Verpackung. Es ist ein Versprechen. Auf dieser einen Fläche muss sichtbar werden, was auf über 380 Seiten steht. Sie entscheidet mit, ob jemand das Buch überhaupt in die Hand nimmt. Deshalb gehörte diese Entscheidung zu den wichtigsten des ganzen Projekts — und deshalb hat der Verlag um sie gerungen wie um kaum eine andere.


Die Zeile, die jetzt auf dem Cover steht, ist die Zeile, mit der das Buch hinausgeht:


„10.000 Wendepunkte — Was Unternehmen stark macht, lange bevor alles auf dem Spiel steht."

Im letzten Werkstattbericht war der Titel noch offen. Wir haben seither Varianten diskutiert, Wörter gewogen, verworfen und wieder eingesetzt. Geblieben ist die Formulierung, die das ganze Buch trägt: Es geht nicht um das Verwalten von Krisen. Es geht um das rechtzeitige Handeln davor.


Was dieses Buch verspricht

Wenn ein Cover ein Versprechen ist — was verspricht dieses Buch?


Es verspricht das Früher. In vierzig Jahren Insolvenz- und Sanierungspraxis habe ich in Erstgesprächen einen Satz öfter gehört als jeden anderen: „Wenn ich das früher gewusst hätte …" Dieses Buch ist das Früher. Die Landkarte, die in fast jedem dieser Gespräche gefehlt hat: In welcher Phase steht ein Unternehmen gerade? Welche Risiken sind in dieser Phase typisch? Welche Wendepunkte zeichnen sich ab — und welche Werkzeuge funktionieren?


Es verspricht Werkzeuge statt Weisheiten. Was Sie in diesem Buch nicht finden werden: Lehrbuchweisheiten, Motivationsfloskeln und Heldengeschichten, in denen am Ende alles gut wird, weil jemand an sich geglaubt hat. Was Sie finden werden: das, was sich in über 10.000 Mandaten bewährt hat — von der ehrlichen Standortbestimmung über das Frühwarnsystem bis zu dem Plan für die 72 Stunden, in denen sich im Ernstfall alles Weitere entscheidet.


Und es verspricht eine Haltung. Ich habe die Weggabelungen, die Stellen sichtbar gemacht, an denen sich entscheidet, ob ein Unternehmen seinen Weg gestaltet oder von den Ereignissen getrieben wird. Ich nenne diese Stellen Erfolgszäsuren. Sie sind vorhersagbar, benennbar und gestaltbar. Wer sie erkennt, gestaltet. Wer sie übersieht, wird gestaltet. Über allem steht der Satz, mit dem das Vorwort beginnt: „Zukunft ist gestaltbar.“ Auch und gerade dort, wo andere bereits das Ende sehen.


Die ersten Leserinnen

In den vergangenen Wochen haben Menschen das Manuskript gelesen, deren Urteil mir viel bedeutet. Ihre Rückmeldungen haben mich durch die Endphase getragen — und sie beschreiben genauer als ich selbst, was dieses Buch sein will.

Anja Hintzmann, früher Bankerin, heute Fachdienstleiterin für Finanzbuchhaltung und Vollstreckung der Inselverwaltung Sylt, sagte nach einem frühen Lesen, dieses Buch „befähigt selbst, das Zepter in die Hand zu nehmen und Herr oder Frau des eigenen Handelns zu sein". Genau das ist die Wirkung, die ich mir für jede Leserin und jeden Leser wünsche.

Sonja Witt-Geertz, Wirtschaftspsychologin und Mitgründerin des Unternehmerinnennetzwerks FEM Business der IHK Flensburg, nannte es „Handbuch, Wegweiser und Mutmacher zugleich".

Und Bärbel Knill, die Redakteurin dieses Buches, erzählte mir, ihr seien beim Lesen immer wieder Bekannte und Verwandte eingefallen, denen dieses Buch nützen würde. Eine der besten Rückmeldungen, die eine Autorin bekommen kann.

Christian Junds Wort von der „Bibel für Unternehmerinnen und Unternehmer" habe ich im letzten Werkstattbericht schon zitiert. Es ist für mich keine Auszeichnung, sondern eine Verpflichtung: nicht Wissen weitergeben, sondern Entscheidungen ermöglichen — in Verantwortung, mit Weitblick, jetzt.


Das Buch ist angemeldet

Parallel zum Cover ist das Zweite geschehen: Das Buch ist im Verzeichnis „Lieferbarer Bücher des Deutschen Buchhandels“ angemeldet. Die ISBN ist vergeben, die Metadaten sind gesetzt. Das Buch existiert damit bibliografisch — es ist bei der Deutschen Nationalbibliothek angekündigt und erscheint am 1. September.

Damit ist es ab sofort vorbestellbar.

Was bisher ein Manuskript in meinem Rechner war, hat jetzt eine Bestellnummer, unter der es jeder Buchhandel und jeder Online-Shop findet. Zwischen dem einen und dem anderen liegen viele Jahre Arbeit. Und einige stille Nächte.


Ich warte auf die Drucklegung

Gestern habe ich der Lektorin die letzten Korrekturen am Umbruch geschickt. Kleine Präzisierungen, die mir beim letzten Lesen noch aufgefallen waren — der Unterschied zwischen einem Buch, das sitzt, und einem, das nur fast sitzt. Jetzt geht das Buch in den Druck.

Diese Wochen sind eine eigentümliche Übergangszeit. Der Text ist aus meiner Hand, die Datei liegt bei der Druckerei — und trotzdem ist noch nichts wirklich fertig, solange ich das Buch nicht in Händen halten kann. Aus vielen Jahren Praxis mit Unternehmen kenne ich diese Phase gut: Man hat entschieden, man hat gehandelt — und dann kommt der Moment, in dem das Ergebnis nicht mehr am eigenen Schreibtisch liegt, sondern reifen muss. Es ist die Phase, in der die eigene Kontrolle endet und Vertrauen beginnt.

Ich nutze diese Zeit und ziehe mich für einige Wochen zurück — Zeit für Sammlung, für die richtigen Ideen und die nächsten Wege. Danach beginnt die Sichtbarkeitsphase des Buches.


Vorbestellbar ab sofort unter https://www.amazon.de/dp/3690662966


Wer das Buch am Erscheinungstag auf dem Tisch haben will, kann es ab sofort vorbestellen. Und jede Vorbestellung bewirkt mehr, als man denkt: Amazon zählt sie sofort für das Ranking — jede einzelne Bestellung macht das Buch sichtbarer für alle, die es brauchen. Dieses Buch gehört in die Hand jeder Unternehmerin und jedes Unternehmers, lange bevor etwas auf dem Spiel steht. Mir zeigt jede Vorbestellung außerdem, dass es erwartet wird.


„10.000 Wendepunkte — Was Unternehmen stark macht, lange bevor alles auf dem Spiel steht"


Deutscher Wirtschaftsbuchverlag · ISBN 978-3-69066-296-3 · Erscheint am 1. September 2026



Bis bald.

Sigrun Römer

 
 
 

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